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Jacques Groag

Jacques Groag (1892–1962) studierte 1909–1914 Bauingenieurswesen an der Technischen Hochschule Wien und besuchte die Bauschule von Adolf Loos. Ab 1926 war er als freiberuflicher Architekt tätig und etablierte sich vor allem auf dem Gebiet des Einfamilienhausbaus und der Wohnungseinrichtung. Für die Werkbundsiedlung entwarf er die Häuser Nr. 45 und Nr. 46, die er beide selbst möblierte. 1938 emigrierte Groag in die Tschechoslowakei, wo er durch seine dortige Bautätigkeit bereits bekannt war. In der englischen Emigration wandte er sich dem Möbelbau zu und hatte einen Lehrstuhl an der Hammersmith School for Arts and Crafts inne. Jacques Groag, der in seiner Frühzeit stark von Adolf Loos beeinflusst war, zählt zu einem wichtigen Vertreter der sogenannten „Zweiten Wiener Moderne“ der Zwischenkriegszeit.