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Gerrit Thomas Rietveld

Gerrit Thomas Rietveld

Gerrit Thomas Rietveld (1888–1964) lernte erst das Tischlerhandwerk und studierte anschließend 1904–1908 am Utrechter Museum für Kunstgewerbe. 1911 machte er sich als Kunsttischler selbstständig. Sein eigenes Architekturatelier gründete er 1919. Im selben Jahr begann er seine Mitarbeit an der Zeitschrift De Stijl. Rietveld, der 1928 ein Gründungsmitglied der Internationalen Kongresse Moderner Architektur (CIAM) in La Sarraz war, entwarf für die Wiener Werkbundsiedlung die Häuser Nr. 53–56, wobei er bei Haus Nr. 53 auch für die Einrichtung verantwortlich zeichnete. 1944–1955 übte er Lehraufträge in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Arnheim aus. Gerrit Thomas Rietveld beschäftigte sich bis in die 1950er-Jahre mit Kleinst- und Kernwohnungen. Er zählt neben Le Corbusier und Ludwig Mies van der Rohe zu den bedeutendsten Architekten der 1920er-Jahre.