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André Lurçat

André Lurçat (1894–1970) studierte, vom Kriegsdienst unterbrochen, in den Jahren 1913–1923 Architektur an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris, anschließend wurde er Mitarbeiter im Büro von Robert Mallet-Stevens und Henri Pacon. 1928 war er Gründungsmitglied der Internationalen Kongresse Moderner Architektur (CIAM) in La Sarraz, und ab 1929 entwarf er auch Möbel für die Firma Thonet. In der Wiener Werkbundsiedlung errichtete er die Häuser Nr. 25–28, wovon er Nr. 25 selbst ausstattete. 1934 erhielt Lurçat das Amt des Chefarchitekten für Bauten der medizinischen Erziehung in Moskau, wo er bis 1937 blieb. 1945 wurde er zum Chefarchitekten für Wiederaufbau des Département du Nord in Frankreich ernannt. André Lurçat zählt zu den Hauptvertretern der funktionalistischen Architektur im Frankreich der Zwischenkriegszeit.