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Egon Riss

Egon Riss (1901–1964) studierte 1919/20 bei Max von Ferstel und Karl Mayreder an der Technischen Hochschule Wien. Von 1924 an hatte er mit Fritz Judtmann ein erst florierendes Atelier, das sie aber aufgrund der schlechten Wirtschaftslage 1934 wieder schließen mussten. Für die Wiener Werkbundsiedlung entwarfen sie den Café-Pavillon. 1938 emigrierte Egon Riss über die Tschechoslowakei nach England, anschließend zog er nach Schottland, wo er 1949–1964 als leitender Architekt des Scottish Coal Board tätig war. Egon Riss zählt mit seinen formal besonders ausgewogenen und sehr durchdachten Bauten zu den wichtigen Wiener Architekten der Zwischenkriegszeit.