<

Hermann Neubacher

Hermann Neubacher (1893–1960) fungierte ab 1920 als Generaldirektor der Gemeinwirtschaftlichen Siedlungs- und Baustoffanstalt (GESIBA) und wurde 1928 Präsident des Österreichischen Werkbundes. Er hatte bei der Wiener Werkbundsiedlung gemeinsam mit László Gábor und Josef Frank die Ausstellungsleitung inne. Bereits 1933 trat er der NSDAP bei, war dann illegaler Parteiführer und bekleidete 1938–1940 das Amt des Bürgermeisters von Wien, danach war er am Balkan stationiert. 1951 wurde er in Jugoslawien zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, aber gesundheitsbedingt bereits 1952 wieder entlassen. Anschließend war Hermann Neubacher Berater und Verwaltungskommissar der Stadt Addis Abeba, Berater der Austrian Airlines und schließlich ab 1950 Vorstandsmitglied der Wienerberger Ziegelwerke.