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Innensanierung

Die 9 während der Sanierung leerstehenden Häuser konnten auch Innen komplett saniert werden. Bei den bewohnten Häusern wurden die Maßnahmen im Inneren mit den Mietern abgestimmt und nur die gewünschten Arbeiten entsprechend durchgeführt.

Materialien

Für die Innensanierung wurde hinsichtlich des Umganges mit der Originalsubstanz derselbe strenge Maßstab angesetzt wie bei der Sanierung der Außenhülle. Elektro,- Heizungs- und Sanitärinstallationen wurden jedoch aus Gründen der Sicherheit und des Komforts nach dem gegenwärtigen Stand der Technik adaptiert.

Alle originalen Böden aus Holz, Fliesen, Terrazzo oder Linoleum wurden restauriert. Während die Restaurierung von Holz, Fliesen und Terrazzo mit erprobten Methoden durchgeführt werden konnte, stellte die Restaurierung von Linoleum eine besondere Herausforderung dar. Als Grundlage zur Durchführung der Linoleumrestaurierung diente eine eigens von der Hochschule für angewandte Kunst durchgeführte Forschungsarbeit. Dadurch war es möglich im Haus Woinovichgasse 20 von Gerrit Rietveld 80 m2 Linoleum fachgerecht zu restaurieren.

Originale Innenputze wurden weitestgehend erhalten und saniert. Bei der Verlegung neuer Elektroinstallationen wurde darauf geachtet möglichst schmale Installationsschlitze auszufräsen, um den Verlust von Originalputz so weit als möglich zu minimieren.

Im Gegensatz zu den Bodenfliesen waren Wandfliesen kaum mehr im Original erhalten. Bei der Neuverfliesung von Bädern wurden Fliesen verwendet, die weitestgehend den wenigen erhaltenen Originalfliesen entsprechen.

Grundrisse

Die Grundrisse der Häuser entsprechen heute noch weitgehend der Originalplanung von 1932. Lediglich die in vielen Häusern ursprünglich vorhandenen Dienstbotenzimmer, die mit 4-5 m2 sehr klein waren, wurden in den meisten Fällen im Laufe der Zeit mit den daneben liegenden Räumen zusammengelegt. Diese Adaptierungen wurden im Zuge der Sanierung nicht in den Originalzustand zurückgeführt, da diese extrem kleinen Zimmer heutigen Wohnstandards nicht entsprechen.

Die ursprüngliche Planung im Haus Rietveld sah im Erdgeschoß eine Trennung mittels Schiebewänden vor. Nachdem sich diese aus Kostengründen als undurchführbar erwiesen, zeigen spätere Entwürfe unterschiedliche Grundrissvarianten in den einzelnen Häusern, die 1932 so nicht zur Ausführung kamen. Im Zuge der aktuellen Sanierung konnten drei dieser Varianten nachträglich realisiert werden. Bei mehreren Häusern wurden als Ergänzung zu den sehr kleinen Sanitärräumen im trockengelegten und wärmegedämmten Kellergeschoss zusätzliche moderne Bäder eingebaut.