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Vorwort

Die Wiener Werkbundsiedlung zählt zu einem besonderen Baustein in den historischen Zusammenhängen und vielfältigen Formen des kommunalen Wiener Wohnbaus, der in der Ära des sogenannten „Roten Wien“ in den Jahren 1918 bis 1934 entstand. Diese Zwischenkriegszeit, die von katastrophalen Wohnbedingungen nach dem 1. Weltkrieg geprägt war, war Ausgangspunkt des Wohnbauprogramms des „Roten Wien“ und einer sozialen Wohnbaupolitik, die seitdem kontinuierlich fortgeführt wird. Rund 60 Prozent der Bevölkerung leben heute in einer Gemeindewohnung oder einer von der Stadt Wien geförderten Wohnung. Das große Angebot an hochwertigen und leistbaren Wohnungen hat nicht nur wesentlich zur ausgezeichneten Wohn- und Lebensqualität dieser Stadt beigetragen, sondern nimmt auch international eine Vorbildfunktion ein.

Aufbauend auf den sich ändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen führt die Stadt Wien ihre soziale Wohnbaupolitik auf vielen verschiedenen Ebenen bis heute fort. Diese Weiterentwicklung bedeutet gestern wie heute Mut zu neuen Ideen aber auch jene Bodenhaftung, um die wichtige soziale Bedeutung des Grundbedürfnisses „Wohnen“ immer in den Mittelpunkt zu stellen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen interessanten Besuch im „virtuellen Museum Wiener Werkbundsiedlung“!

Dr. Michael Ludwig

Amtierender Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung